Holz-Beton-Verbundtechnologie

Holz-Beton-Verbundsysteme haben bereits seit mehreren Jahrzehnten den Einzug in die Baubranche erlebt. Die Kombination mit Furnierschichtholz ist eine naheliegende Weiterentwicklung, zur wirtschaftlichen Überbrückung großer Spannweiten. Der Holz Beton Verbund ist so aufgebaut, dass Holz mit seiner hohen Zugfestigkeit den zugbeanspruchten Bereich abgedeckt, während der Beton seine Druckfestigkeit ausspielen kann.

Holz-Beton-Verbund

Die schubfeste Verbindung des Holz-Beton-Verbundes spielt eine entscheidende Rolle bei dieser Art der Konstruktion. Die Steifheit der Schubverbindung bei denen ein Betonträger und ein Holzträger gekoppelt werden entscheidet die Leistungsfähigkeit des Systems. Insbesondere die optimale Ausnutzung des Holzes auf der Zugseite und des Betons auf der Druckseite bringen eine hohe Tragfähigkeit und Steifigkeit des Bauteils. Die HBV-Bauweise wird vor allem bei Decken eingesetzt. Unterschieden wird dabei zwischen Decken mit Holzrippenelementen und jenen mit Brettstapelelementen als Basis.

Holzverbundelement

Herstellung von Holz-Beton-Verbund

Ein Holz-Beton-Verbund besteht aus drei gleichrangigen Komponenten: dem Holz, dem Beton und dem Verbindungsmittel. Beim Holz-Bauteil gibt es die Möglichkeit, Holzbalken, Brettstapelelemente, Brettsperrholz oder Furnierholz zu verwenden, wovon Furnierschichtholz als homogenstes Material die größten Lasten aufnehmen kann. Der Beton ist meist plattenförmig ausgebildet, kann als Ortbetonteil oder Fertigteil ausgeführt sein. Eine günstige und wirtschaftliche Ausgestaltung des Verbindungsteiles ergibt sich durch die Verwendung von Kerven. Sie sind über die ganze Länge und Breite des Verbundelementes verteilt, und bilden mit dem Eingriff ins jeweils andere Material eine schubfeste Verbindung.